Der grosse Rückrunden-Fitness-Check

30.05.19 Autor: Unbekannt

Die Ausgangslage präsentiert sich äußerst spannend: Während im Tabellenmittelfeld etwas Ruhe eingekehrt ist, können fast eine Hand voll Teams noch den Meisterkübel in ihrem Namen stemmen. Doch wird’s überhaupt ein Kübel? Nebst der eigentlichen Frage nach dem Saisonsieger beschäftigen fast mehr die Form und Anzahl der Trophäen die Gazetten rund um das grüne Plastik.

Nebst der goldenen Pfeffermühle, dem Meisterschafts Whisky und dem Hallenturnier Rechenschieber, ist die ALL fast mehr bekannt für ihre Mitbringsel, als für ihre Mittelstürer. Diese ausgefallenen Prämierungen sind innerhalb der Liga äusserst beliebt. Ein Klub, der anonym bleiben möchte, bedankt sich wie folgt: «Wir haben schon an vielen Grümpelturnieren und anderen Meisterschaften teilgenommen, doch nie kamen wir auch nur in die Nähe eines Preises. Hier in der ALL geht niemand mit leeren Händen nach Hause, auch wenns mal ein, zwei oder 16 Spiele nicht gut läuft». Der Aussage des 1-Punkte Klubs stimmen viele zu. Der kreative Kopf hinter diesen einfalls- und zahlreichen Ehrungen: Liga Zampano Wandeler.

Und alle fragen sich: Wem wird er was als nächstes in die Hand drücken?

Wird es ein Ratgeber-Buch für die Teams der hinteren Ränge? Wird mit der Tradition des Flüssigpreises für die Meisterschaft gebrochen? Wird Torhüter Bloch auch mal einen Preis anstatt nur immer Bälle in den Händen halten? Der Druck, jedes Jahr lustige Präsente auszuhändigen, scheint schwer auf Über-Präsident Wandeler zu lasten! Die Verzweiflung ob dem Lieferzwang entsprechend schwer. Nur so ist es ein Video zu erklären, welches letzte Woche gemeinsam von den Medienhäusern “Süddierikon Zeitung” und “Ebenbild” veröffentlicht wurde: Es zeigt das ALL Liga-Oberhaupt in einer Villa im luzernischen Ibach, als er in sichtlich alkoholgeschwängerter Atmosphäre in illustrer Runde offenherzig ligafeindliche Phantasien preis gab, um sein Gesicht zu wahren. Ein Beispiel gefällig: Der blonden Dame, offensichtlich ruswilerischen Herkuft, versprach CW7 bei Erhalt von einigen Kisten Fallobst (wohl angedacht als Preis für La Morsa) und positiven Berichterstattung in der Kranz-Zeitung eine Bevorteilung von Teams aus dem Hinterland oder gar einer auswertigen Austragung des ALL-Allstar Game.

Ibach-Connection: CW7 verspricht heisser ruswiler Invesorin Vorteile

Der Skandal war angerichtet! Eine derart offene Aussprache von Machtmissbrauch hat man seit Fabian Achermann’s «Goal-gate» nicht mehr gesehen. Zur Erinnerung: Der Zufall wollte es so, dass Fabinho die Skorerliste führte uns sich seitdem selbst regelmäßig auf dem ersten Platz wiederfand.

Es droht die Führungskrise, doch der Vorstand wartet vorerst ab, führt mildernde Umstände ins Feld wegen der «erheblichen Mengen an saurem Most im Spiel» und seiner großen Verdienste. Auf die Awards an der Meisterfeier kann man also so gespannt sein.

Tatort Allmend: Wo Platzstürme wahr werden

Leider reißen die negativen Nachrichten rund um die ALL nicht ab! Diesmal im Fokus: Das Team der Chaoten. Was viele nicht wussten, schon Wochen vor dem Spielabbruch beim Heimspiel gegen GC, ist es auf der Luzerner Allmend schon einmal zu einem Platzsturm gekommen! Bilder zeigen jetzt: Es war das Team der Chaoten. Deutlich sieht man, wie die Mannschaft der Chaoten United geschlossen und ihren Vereinstrikots gekleidet unerlaubt das Spielfeld betreten. Drakonisch bestraft wurden sie von der Liga mit einem unbeliebten Montagsspiel auf Kunstrasen.

Überführt! Chaoren United beim Platzsturm in der Luzern Allmend Ende April

Lichtblick: Es bleibt spannend!

Getreu dem Positivity-Gebot moderner Instagramm-Lyriker, bleibt also nur der erfreuliche Ausblick aufs Sportliche: Kommt die Lok noch störungsfrei durch oder gerät sie doch noch aufs Abstellgleis? Kapitän Balmer würde gerne wieder mal «einen Sechser scheißen». Diese Vorhaben muss in der letzten Runde aber ohne Vollrisikospieler P. Lustengrätscher aka «Lusti» umgesetzt werden. Er wurde vergangenen Montag von einem runden Fussball brutal niedergestreckt. Der fehlbare Fussball durfte zur Verwunderung aller auf dem Feld bleiben. Doch der letzte Doppelsieg der Eisenbähnler ist ohnehin schon einige Runden zurück. Eher beim Alten ist es da bei Ex-Serienmeister La Morsa. Die Walrösser haben zu ihrem sympathischem Motto «Mer send mer» zurückgefunden. Morsa-Antreiber und Favorit auf den diesjährigen Debattierpreis Hasan C. erklärt «Wir sind zurück auf der Spur. Haben unsere fußballerischen Fähigkeiten verbessert und kommunizieren wieder kurz und prägnant, also heißt wir reden weniger und nur wenn nötig, also nur wenn wir am spielen sind, sonst nicht, sonst haben wir’s gut [… 5min …], also verstehen sie?». Weniger eine Spur hat das Team auf Platz 5: Die haarsträubenden Fälle des Philip Menotti, heute: Die verlorenen Punkte – letzter Teil. Schon eher bei den Honigtöpfen sind da die Teams Tschuttiklub und St. Paul. Letztere sind besonders motiviert fürs Meisterrennen: «wenn wir gewinnen dürfen wir länger aufbleiben und einige von uns sind sogar schon alt genug für den Whisky!», so ein Jungwächtler in vorstimmbrüchlichen Ton.

Die Dernière der diesjährigen ALL findet übrigens erstmals auf Naturrasen statt. Man darf gespannt sein, wie die Granulat-Kicker mit der neuen suspekt natürlichen Unterlage umgehen. So oder so, die Wahrheit liegt auf dem Platz. Oder frei nach Sepp Herbergers Zitat für die Ewigkeit: “Uf em Tisch müends verrecke!”.

Viva la Finalissima!

HINWEIS/DISCLAIMER: Dies ist ein unseriös recherchierter Artikel und enthält möglicherweise Halbwahrheiten. Mit dem Lesen dieses Artikel akzeptieren sie die AGB’s, welche zu einem späteren Zeitpunkt aufgesetzt werden. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind möglicherweise nicht zufällig.

16.04.19 Autor: Christian Wandeler

Der grosse Rückrunden-Fitness-Check

Wie sind die Teams überwintert? Welche Transfers wurden getätigt? Wer hielt sich am besten Fit und wie heisst die neue Freundin von Linus Fähndrich? Lesen sie hier den grossen Rückrunden-Fitness-Check!

Lokomotive Luzern
Die Freunde der Turn- und Männerriege Luzern überzeugen vom ersten Spieltag an durch Fitness und enormer Laufbereitschaft. Offenbar ist man froh, dass die Rückrunde endlich startet, damit die bickelharte Vorbereitungsphase von Coach Marti endlich offiziell abgeschlossen werden kann.

Tschutticlub
Die Gefahr, dass sich die Tschutti Jungs über den Winter unnötiges Hüftgold anlegen ist verschwindend klein. Durch ihren exzessiven Party- und Feiermodus absolvieren sie auch an den Wochenenden intensive Work-Outs «en masse». Der durchzogene Start lässt aber darauf schliessen, dass die einte oder andere Party nicht mit der nötigen Ausdauer und Intensität angegangen wurde.

Deportivo Menotti
Das Team um Coach Achermann profitiert davon, dass im Entwicklungshalbkanton Nidwalden während dem Winter keine Alternativen zum Sporttreiben bestehen. So war die Nidwaldenfraktion der Menottis für den fast perfekten Rückrundenstart hauptverantwortlich. Offensichtlich zum Vorschein kam aber, dass die Stadtfraktion des Teams durchaus die Eine oder Andere Ablenkungsmöglichkeit mehr zur Auswahl hatte und diese offenbar auch ausführlich nutzen.

Jungwacht St. Paul
Einmal mehr wurden alle Spieler von Jungwacht St. Paul, die schwerer als 50 Kilogramm und mit mehr als drei Barthaaren im Gesicht aus dem Team geworfen. Resultat: Ein topfittes, junges, talentiertes Team, das die Fähigkeit hat die Rückrunde der ALL nach belieben zu dominieren.

Deportivo La Morsa
Mit dem fehlenden Erfolg liess offensichtlich auch die Lust zum Trainieren nach. Der angeschlagene Meister war auf Unterstützung von anderen Spielern angewiesen, da einige erfolgsverwöhnte Morsianer sich weigern weiterhin für ihr Team aufzulaufen, solange sie nicht auf Tabellenplatz 1 stehen. Dank dem aufopferungsvollen Einsatz der Gastspieler konnte die Schmach eines schlechten Rückrundenstartes eindrücklich verhindert werden.

Chaoten United
Der Plan war klar: Die Winterpause optimal nutzen um so stark wie möglich in die Rückrunde zu starten. Bestes Beispiel dafür Torwartlegende Yves Aeschbach, der sich offensichtlich einem Hardcore Training unterzog, an seinen (wenigen) Schwächen arbeitete und sich einer radikalen Typveränderung unterzog. Gefühlte 20 Kilogramm leichter, mit kecker blonder Kurzhaarfrisur und hippen Pluderhosen versuchte er sein Team zum Erfolg zu führen. Leider muss man festhalten, dass nicht jede Anpassung von Erfolg gekrönt sein muss.

Ludogorez Luzern
Haben die Jungs überhaupt eine Winterpause eingelegt? Oder hat man das ganze Team in einem Garderobenspint überwintert? Als wären sie nie weggewesen lieferten sie ihre gewohnte Gradwanderung zwischen Wahnsinn und Kreisklasse ab. Viel Schatten und viel Licht – Alles Gäng wie Gäng bei unseren Freunden aus dem Osten.

SW Bramberg
Da haben sich die guten Herren pflichtbewusst während dem ganzen Winter in der Halle fit gehalten und werden dann von der ALL typischen, nordischen Kälte aus dem Gleichgewicht gebracht. Nein, der ALL Kunstrasenplatz bei gefühlten 10 Grad Minus hat so gar nichts mit dem wohlig warmen Hallenfussball zu tun. Wir sind gespannt, wie die Herren aus dem Bramberg ihre antrainierte Fitness bei sommerlichen Temperaturen ausspielen werden.

1. FC Einnykker
Wie hat die Wundertüte der Liga die Winterpause überstanden? Welche Transferschnäppchen konnten sie tätigen und mit was für einem Team werden sie in die Rückrunde starten? Fragen über Fragen, viel Hoffung und dann doch das gewohnte Bild. Alte Recken wie Schwegi mussten sich übers Feld quälen, Torwart MVP Vitus musste sein geliebtes Tor verlassen um Impulse in der Offensive zu setzen und von neuen Erfolgsgaranten keine Spur. Keine Punke am ersten Spieltag der verdiente Lohn dafür.

Independiente Neustadt
Wirklich aktiv waren die Neustädter in der Winterpause. Zumindest auf dem Transfermarkt war man aktiv wie selten zu vor, so dass man als Premiere zum Rückrundenstart mit einem kompletten Team UND Auswechselspieler antreten konnte. Wir sind geflasht und wünschen dem Team trotz zwei Niederlagen alles, alles Gute!

Lesen sie das nächste Mal: Wer mausert sich zum ersten Verfolger der Lokomotive Luzern? Wie schafft es Fabian Achermann seine Torschützenkrone trotz fehlenden Einsätzen zu verteidigen? Dazu: Warum Linus Fähndrich wieder solo ist und wie es der begehrte Single krassen lässt.

Der grosse Rückrunden-Fitness-Check

07.10.18 Autor: Unbekannt

Für einmal hatte sich Petrus wohl mit dem Einsatz des Regens geirrt. Pünktlich eine Stunde vor dem ersten Match stoppten die Schauer (damit auch alle schön trocken mit ihren Fahrräder in die Allmend gelangen konnten). Kühl war es trotzdem. Auch sonst gab es an diesem Spieltag so einige Überraschungen.

Die Farce ist bekannt. Es steht ein ALL Spieltag an und bereits seit den frühen Morgenstunden schüttet es aus Kübeln, zudem liegen die Temperaturen im Keller. Und sofort werden Kausalitäten zwischen ALL und dem Wetter aufgestellt. Was die gewieften ALL Wetterschmöker jedoch ausser Acht lassen, ist die Niederschlagsstatistik und die Problematik, dass sämtliche Spieltage der Vorrunde in den Herbst und jene der Rückrunde in den Frühling fallen. Also jene Monate mit eher milden Temperaturen und viel Niederschlag. So erstaunt es auch nicht, dass nach historisch warmem und trockenem Sommer, die weiterhin bestes Fussballwetter erwartenden ALL Tschütteler im Herbst auf die Luzerner Allmend pilgern und es aus Kübeln schüttet. Einen Blick auf die durchschnittlichen Temperatur- und Regendiagramme bestätigt den Verdacht, dass für die Spieltage der ALL die falschen Monate gewählt wurden, nämlich jene mit eher kühlen Temperaturen und viel Niederschlag. Es wäre also eher angesagt, dass die Liga-Warmduscher nicht Petrus sondern dem ALL-Vorstand für die Ansetzung der Spieltage den schwarzen Peter in die Schuhe schieben.

 

 

Obschon ehrlich gesagt, gemäss Niederschlagsstatistik, auch Monate mit noch mehr Regen hätten ausgesucht werden können, um eine noch höhere Wahrscheinlichkeit für Regen an den Spieltagen sicher zu stellen. Nichts desto trotz wurde auch bei verhältnismässig angenehmen Wetter Fussball gespielt.

Wie die Wetterfront so ungewöhnlich war auch die Tagesform und somit Punkteausbeute der Morsianer an diesem Abend. Obschon alles wie gehabt begann und Thimy seine Farben im ersten Spiel des Abends in Führung brachte, kam alles anders als erwartet. Sehr solidarisch auftretende Einykker unter von Achill hervorragend organisierter Defensive, gelang es die sonst so erfolgsverwöhnten Walrösser aus der Bahn zu werfen. Vom frühen Rückstand nicht beeindruckt, spielten die Kopfballmonster stark auf und verwandelten den Rückstand dank Toren von Kilian, Max und Adi schlussendlich in einen 3-1 Sieg. Bei Morsa hingegen hing der Dreck am Schuh und so konnten sie auch im zweiten Spiel des Abends die Chancen nicht in Tore ummünzen. 2-1 für den Tschuttiklub stand am Schluss auf der Anzeigetafel (wenn es denn in der ALL eine gäbe). Geknickten Hauptes, ohne Punkte und wohl in Erwartung einer ordentlichen Standpauke vom an diesem Abend abwesenden Captain Jan, mussten die Morsianer die Allmend Süd in Luzern verlassen.

Ganz anders sah die Gefühlslage der Tschuttiklübler aus. Allen voran Eloy war mit insgesamt 3 Toren massgeblich an den beiden Siegen (gegen Independiente und eben gegen La Morsa) beteiligt. Da auch die Jungwächtler an diesem Abend patzten (3-4 gegen Deportivo Menotti), strahlt der Tschuttiklub (drei Siege und ein Unentschieden) nach dem zweiten Spielabend von der Spitze der Tabelle. Alle weiteren Resultate an diesem denkwürdigen Abend sind hier ersichtlich.

Spieltagsbericht – Verkehrte Welt in der ALL

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